Über den Trauerfall (1)
Hier finden Sie ganz besondere Erinnerungen an Wolf Köhler, wie z.B. Bilder von schönen Momenten, die Trauerrede oder die Lebensgeschichte.
Lokalpolitisches Urgestein
01.02.2017 um 11:02 Uhr von VRSWolf Köhler im Alter von 75 Jahren gestorben / Langjähriger Bezirksvorsteher
HAMM-MITTE Der langjährige Bezirksvorsteher und Ratsherr Wolf Köhler ist tot. Der CDU-Politiker starb im Alter von 75 Jahren. Köhler war seit 1977 Mitglied der CDU. Er war im CDUKreisvorstand, Kreisvorsitzender der Kommunalpolitischen Vereinigung und 22 Jahre lang Vorsitzender der Ortsunion Hamm-Mitte. Ein Vierteljahrhundert lang hat er „seinen“ Stadtbezirk im Rat vertreten und war seit 1994 Bezirksvorsteher. Aus gesundheitlichen Gründen zog er sich 2014 aus der Politik zurück. Bis zur seiner Pensionierung war Köhler als Gymnasiallehrer tätig. 2014 ehrte Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann Köhler mit dem Wappenteller der Stadt Hamm. Damals würdigte Hunsteger-Petermann den Einsatz des „lokalpolitischen Urgesteins“. Köhler sei immer zur Stelle gewesen, wenn er gebraucht wurde – und das weit über die Grenzen des eigenen Bezirks hinaus. Er habe die Stadt in entscheidender Weise geprägt und mitgestaltet. Köhler sei durch sein jahrzehntelanges Schaffen unverwechselbar mit dem Stadtbezirk Mitte verbunden. Neben den vielen kleinen und unsichtbaren Spuren nannte der Oberbürgermeister als sichtbare Zeugnisse die Neugestaltung des Bahnhofsquartiers, der Fußgängerzone und des Kurparks. Köhler stand für Engagement, Ehrlichkeit und Heimatverbundenheit, er war stets und vor allem an den Menschen interessiert. Köhler war Vorsitzender des Freundeskreises Hamm des Sanitätsregiments 22 „Westfalen“. Der Freundeskreis hat
die Angehörigen der Bundeswehr ideell und finanziell großzügig und vielfältig unterstützt und versucht, ihnen am Standort Hamm beziehungsweise später Ahlen ein Stück Heimat zu geben, in der man sich wohlfühlt. Auch gemeinsame fröhliche Feste, Vortragsabende und Treffen in der Kaserne oder privat haben die Mitglieder des Freundeskreises und Bundeswehrangehörige zueinander geführt. Legendär sind dabei die so genannten „Köhlerabende“ mit den Offizieren im Privathaus von Wolf Köhler.