Pflanzen Sie einen Gedenkbaum für Josef Nordhoff
Spenden Sie eine besondere Form von Trost und Beileid: Lassen Sie einen Gedenkbaum in einem regionalen Waldgebiet pflanzen.
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Von Trauer.de Redaktion, Hamm
10.02.2010 um 17:42 Uhr von VRSDer Herberner Josef Nordhoff ist gestern in den frühen Morgenstunden im Alter von 99 Jahren gestorben. Am 13. März wäre der als "rüstigster Rentner von Herbern" bekannte "Poahlbürger" 100 Jahre alt geworden.
Nordhoff war über Jahrzehnte und bis zuletzt fester Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens im Ort. Er war als Kommunalbeamter einer der ersten Ansprechpartner im Rathaus Herbern. In seiner Freizeit engagierte er sich in der Kirchengemeinde St. Benedikt und führte als Rendant schon unter den Pfarrern Bernhard und Wigger die Geschäfte für den Kirchenvorstand. Er galt als "rechte Hand" des Pfarrers. "Die Pfarrgemeinde und auch ich haben ihm viel zu verdanken. Er hat mich in Grundstückssachen, finanziellen Angelegenheiten und beim Etat sehr entlastet.", erinnert sich Pfarrer Rudolf Kruse an die gewissenhafte Arbeit seines "Finanzministers" während der rund zehnjährigen gemeinsamen Tätigkeit.
Insgesamt fast 50 Jahre lang war Nordhoff Rendant in Herbern. Mit der Einführung des Euro gab er am 6. Januar 2002 im Alter von 92 Jahren sein Amt auf eigenen Wunsch in jüngere Hände weiter. Darüber hinaus fühlte er sich für weitere Bereiche der Pfarrgemeinde verantwortlich, so den Aufbau der Weihnachtsdekoration und der Krippe, die Säuberung des Kirchplatzes und der Anlagen rund um die Kindergärten. Ein besonderes Herzensanliegen war ihm die Madonna im Chorraum im östlichen Teil der Kirche. Auch nach dem Ausscheiden als Rendant war er stets zur Stelle, wenn "Not am Mann" war. Dabei ging er fast immer zu Fuß, wie Pfarrer Kruse berichtet: "Er hat nie ein Auto gefahren."
Der Familienvater, der seit über 30 Jahren in zweiter Ehe verheiratet war, war Mitglied in zahlreichen Herberner Vereinen. Für den DRK-Ortsverein führte Nordhoff über 50 Jahre lang die Kasse, bei der Jakobi-Bruderschaft war er seit 1959 über 20 Jahre lang Schriftführer.
Im Heimatverein engagierte er sich in der Rentnergruppe, die sich unter anderem um die Pflege und Instandhaltung der Bänke im Ort kümmert. Über viele Jahren hat Josef Nordhoff den Verwalter des Gemeindearchivs, Josef Farwick, im Rathaus Herbern regelmäßig ehrenamtlich unterstützt.
Für sein vielfältiges Engagement wurde er vom DRK-Ortsverein für den Bürgerpreis der Gemeinde Ascheberg vorgeschlagen, der ihm 2002 von Bürgermeister Dieter Emthaus verliehen wurde.