Heinrich Reineke

Heinrich Reineke

* 05.09.1908
† 29.07.2012 in Soest-Ostönnen
Erstellt von Westfälischer Anzeiger

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Über den Trauerfall (1)

Hier finden Sie ganz besondere Erinnerungen an Heinrich Reineke, wie z.B. Bilder von schönen Momenten, die Trauerrede oder die Lebensgeschichte.

Von trauer.de Redaktion, München

03.08.2012 um 16:30 Uhr von VRS
Er wurde zum Ostönner mit Leib und Seele, galt als Urgestein des Ortes. Als Heinrich Reineke sein hundertstes Lebensjahr vollendete, da war das das ganze Dorf auf den Beinen. Soests Ältester sah es als großes Geschenk an, in guter Gesundheit ein begnadetes Alter zu erreichen und in der Familie gut aufgehoben zu sein. Am Sonntag starb er, in wenigen Wochen wäre er 104 Jahre alt geworden. Vor über acht Jahrzehnten kam Heinrich Reineke in das Dorf, das ihm später zum Zuhause und zum Lebensmittelpunkt werden sollte. In der Molkerei lernte er Emma Cohrt kennen, seine spätere Frau, die aus Oestinghausen kam, wo ihr Vater als Molkereichef wirkte. Nach anderthalb Jahren verließ er aber Ostönnen wieder, unter anderem, um in Münster den Meister-Lehrgang zu absolvieren. Weitere Stationen folgten, bis Ende der 30er Jahre für das Ehepaar feststand, nun in die Börde und zu den vertrauten Menschen dort zurückzukehren. Sesshaft in Ostönnen wurde Heinrich Reineke vor siebzig Jahren, als ihn die Molkerei-Genossen zum Betriebsleiter wählten. Im Herzen jung und am liebsten mittendrin im Geschehen, umgeben von Menschen, die ihm lieb und wichtig sind - so kannten und so mochten die Ostönner den Ältesten in ihrer Mitte. Sie freuten sich mit ihm, als Johannes Frizen, Präsident der NRW-Landwirtschaftskammer dem Molkerei-Fachmann den Kronjuwelen-Brief überreichte - er war der Erste, der diese Auszeichnung bekam. In Ostönnen heimisch geworden, fühlte sich Heinrich Reineke zeitlebens seiner lippischen Heimat eng verbunden. Und der schönste Ort der Welt, das war für ihn stets sein Garten - sein kleines Paradies.