Hannelore Neinert

Hannelore Neinert

† in Bockum-Hövel
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Christiane Hegel

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WESTFÄLISCHER ANZEIGER

vom 06.10.2009

Von Trauer.de Redaktion, Hamm

24.09.2009 um 10:01 Uhr von VRS
Um ihre Person wollte sie nie ein großes Aufhebens machen. Vermutlich hätte sie es auch gar nicht so gern gesehen, dass sie nun nach ihrem Tod noch einmal in die Schlagzeilen rückt. Doch die Verdienste von Hannelore Neinert werden in ihrem Heimatort Bockum-Hövel nie vergessen. Als eine "tragende Säule im bezirklichen Leben" wurde sie von Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann anlässlich der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes bezeichnet. Im Alter von 82 Jahren ist Hannelore Neinert gestorben. Nicht nur ihr Tod macht viele Menschen traurig, die ihr nahe gestanden haben. Vor allem die Krankheit, die sie in den letzten Lebensjahren begleitet hat, machte mitunter sprachlos. Was war aus der hochintelligenten und belesenen Frau geworden, der man gerne zuhörte und die immer etwas zu erzählen hatte? Sie selbst hat die Folgen der Krankheit in einem frühen Stadium gemerkt und hat sich vermutlich deshalb mehr und mehr zurück gezogen. Wer sie aber aus ihrer aktiven Zeit als Leiterin der Volkshochschule in Bockum-Hövel, als Mitarbeiterin im Deutschen Roten Kreuz, als sachkundige Bürgerin im Kulturausschuss oder als geschätztes und aktives Mitglied im SGV und Heimatverein gekannt hat, wird ihr Lachen, ihre lebensfrohe gewinnende Art und die vielen interessanten Geschichten, die sie zu erzählen hatte, nicht vergessen. Nur einmal in ihrem Leben hatte sie ihren Heimatort, Bockum-Hövel, verleugnet, als sie als junges Mädchen von einem Lokführer gefragt wurde, wo sie denn her käme? Hamm, hatte sie geantwortet, doch das kannte der Mann nicht. Als sie aber "Radbod" sagte, da wusste der Mann, dass dort die gute Kohle her kommt. Seitdem war sie stolz auf ihren Heimatort gewesen und hat sich mit ganzer Kraft für die Menschen vor Ort eingesetzt. Sie war eben mit Bockum-Hövel verwachsen und hat den Menschenschlag einfach verstanden. Das besondere Verhältnis zu den Bergleuten hat sie auch als Mitautorin in dem ZwAR-Buch "Unser Pütt - Radbod, ein Bergwerk und seine Menschen" belegt. Die ehemalige Lehrerin der Pestalozzi-Schule hatte nach der Krankheit und dem frühen Tod ihres Mannes die Betreuung der Volkshochschule übernommen. Sie hatte immer ein Gespür dafür, welche Bildungsangebote gefragt waren, weil sie nie den Kontakt zu ihren "Schülern" verloren hat. Dabei hat sie Wert darauf gelegt, dass die VHS nicht abhebt und auch "Lieschen Müller" ein Anrecht auf Weiterbildung hat. Für viele sind auch die zahlreichen Studienfahrten noch in Erinnerung, die Hannelore Neinert geleitet hat. Insbesondere die Reisen in den osteuropäischen Raum hatten ihr den Beinamen "Mütterchen Russland" eingebracht. Auch fürs DRK Bockum-Hövel war die zierliche Person immer eine kräftige Hilfe ob als Schriftführerin oder Bereitschaftsführerin. Bei unzähligen Blutspendeterminen hat sie aktiv mitgearbeitet. Ein sicher ausgefülltes Leben liegt hinter Hannelore Neinert, die mit ihren wundervollen Gaben und Talenten stets ein Vorbild war. Bockum-Hövel hat in diesen Tagen ein Aushängeschild verloren.