Günther Vollmann

Günther Vollmann

* 18.03.1920
Erstellt von Westfälischer Anzeiger

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Von Trauer.de Redaktion, Hamm

14.10.2008 um 10:18 Uhr von VRS
Menschen gehen, aber ihr Vermächtnis bleibt. Es lebt weiter in ihren Lieben, und manchmal bleibt auch etwas zurück, was anderen noch viel zu geben hat. Dr. Günter Vollmann war ein Mensch, der bewahren, der weitergeben wollte. Er starb jetzt friedlich in seiner Wohnung über der Praxis an der Knapper Straße an Herzversagen, dort, wo er am 18. März vor 88 Jahren geboren wurde. Bereits mit acht Jahren hatte der einzige Sohn von Apotheker Carl Vollmann und seiner Frau Ida geborene Wirths Klavierunterricht bekommen. Damit begann die Liebe zur Musik, die ihn den Jazzclub Lüdenscheid gründen und eine einzigartige Sammlung von Notenblättern von Filmmusiken der 20er bis 40er Jahre anlegen ließ - ein wertvolles Gedächtnis jener Hoch-Zeit eingängiger Ohrwürmer und ihrer Schöpfer. Als Beruf wählte der Zepp-Abiturient von 1938 lieber die Sicherheit der Medizin. Er studierte in Leipzig, Wien und Bonn. Am hiesigen Krankenhaus, beim Blutspenden, lernte der sensible, charmante Assistenzarzt seine Marga kennen. Die angehende Lehrerin hatte es über Düsseldorf und Berlin zur hiesigen pädagogischen Akademie verschlagen. Das Paar heiratete 1951, bekam zwei Töchter und etablierte bald darauf die Praxis gegenüber der Christuskirche. Auch Äskulap, der Freundeskreis Lüdenscheider Ärzte und Apotheker, geht auf ihn zurück. Patienten vertrauten ihm über vier Generationen, auch viele Italiener, die ersten Gastarbeiter. Er verstand sie, weil er ihre Sprache konnte, ihr Land liebte. Susanne Kornau