Friedrich Redmer

Friedrich Redmer

* 14.11.1915
† 16.07.2013 in Soest
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vom 14.08.2013

Westfälischer Anzeiger

vom 20.07.2013

Er war unverwüstlich und unterhaltsam

18.07.2013 um 16:15 Uhr von VRS

 

Wenn es um sein Lieblingsthema -- das Bahnfahren -- ging, auch hartnäckig bis lästig.

Und er hat selbst im fortgeschrittenen Alter nicht von der Soester Politik loslassen wollen. Die letzten Jahre aber war es ruhig um Friedrich Redmer geworden.

 

Am Dienstag ist er im Alter von 97 Jahren gestorben.

 

Eigentlich war er schon 1940 tot -- oder zumindest dafür erklärt worden. Friedrich Redmer hat uns vor Jahren die ebenso schauerliche wie schöne Geschichte aus seinen Kriegserinnerungen erzählt. Als Staffelkapitän war er bei Münster mit seinem Flieger abgestürzt.

 

Zwei Copiloten kamen auf der Stelle ums Leben. Redmer selber landete schwer verletzt in einem Spargelbeet -- und wurde fälschlicherweise für tot gehalten.

Erst in einem Flur, wo andere Tote aufgebahrt waren, kam er wieder zu Bewusstsein und fand sich zugedeckt mit einem weißen Leichentuch.

Umso munterer verbrachte der gebürtige Chemnitzer sein Leben danach.

 

Nach dem Krieg landete er in Westfalen und wurde 1956 Amtsdirektor von Borgeln-Schwefe.

Als das Amt nach der kommunalen Neuordnung Ende der 60er-Jahre aufgelöst wurde, wechselte er praktisch die Seiten und machte als Kommunalpolitiker weiter: als Ratsmitglied im Soester Stadtrat.

 

Noch mit über 80 Jahren mischte er im Aufsichtsrat der Stadtwerke mit. Und das keineswegs aus Langeweile.

Als Eisenbahnfan und Weinkenner wusste Redmer durchaus seine Freizeit sinnvoll und genussbringend zu füllen.

 

Weil er obendrein genügend Sport mit in seine Tagesordnung packte und mehr als ein Dutzend mal das Sportabzeichen absolvierte, ist ihm am Ende ein langes Leben beschieden worden -- und satte 71 Jahre extra nach seinem Beinahe-Tod

Gedenkkerze

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Entzündet am 18.07.2013 um 15:59 Uhr