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Margret Schoppmann

* 17.08.1929
† 26.06.2015
Erstellt von Westfälischer Anzeiger
Angelegt am 30.06.2015
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MZV

vom 06.08.2015

Zeitungsgruppe Westfälischer Anzeiger:

06.07.2015 um 13:39 Uhr von VRS

LÜDENSCHEID Kurz vor Vollendung ihres 86. Lebensjahres verstarb am 26. Juni eine Frau, die 37 Jahre lang den Matthias-Claudius-Kindergarten an der Worthstraße geleitet hat: Margret Schoppmann. Angehörige und Freunde hatten es ermöglicht, dass sie fast bis zuletzt in ihren eigenen vier Wänden bleiben konnte.
Für die waschechte Lüdenscheiderin stellten sich die Weichen für ihren Lebensweg in den Jungscharstunden bei Hilde Deitenbeck, der Frau von Pfarrer Paul Deitenbeck, und während eines Praktikums an der Frauenfachschule bei Schwester Elsbeth Deitenbeck. Auf deren Rat hin absolvierte sie an der Fachschule für Kindergärtnerinnen und Hortnerinnen in Witten eine Ausbildung, die damals, 1948/49, mit anstrengenden Bahnfahrten verbunden war.
Sie begann als Helferin in Lüdenscheider Kindergärten, bis ihr im Oktober 1952 die Leitung des neu eingerichteten Matthias-Claudius-Kindergartens der Kreuzkirchengemeinde übertragen wurde. Während der 37 Jahre ihrer Leiterinnentätigkeit gingen rund 2 500 Kinder durch 'ihren' Kindergarten, der heute 'Schatzkiste' heißt.
Die Freude an der Arbeit ließ sie mit bescheidensten Verhältnissen klarkommen: zwei Kellerräume in der Alten Kreuzkirche waren für 80 bis 95 Kinder viel zu eng. Zudem fehlte es an ausgebildetem Personal und an finanziellen Mitteln für die Anschaffung von Spielsachen. Etwas leichter wurde es mit dem Umzug in die neuen Kindergartenräume im Untergeschoss der 1965 eingeweihten Kreuzkirche. Zur Zeit der geburtenstarken Jahrgänge wurde die Rekordzahl von 115 Kindern erreicht.
Als eine der ersten Leiterinnen in Lüdenscheid bezog Margret Schoppmann die Erkenntnisse der modernen Vorschulpädagogik in ihr Erziehungsprogramm ein, das im Laufe der Zeit immer mehr auf die Bedürfnisse der Kinder abgestimmt wurde. Als bewusster Christin war es ihr ein Anliegen, das Evangelium in kindgemäßer Form zu vermitteln. Dafür, dass sie für neue Ideen offen war, spricht die Tatsache, dass 'ihr' Kindergarten als einer der ersten in Lüdenscheid Freizeiten und Übernachtungspartys durchführte und Über-Mittag-Betreuung von Kindern berufstätiger Mütter übernahm.
Auch nachdem Pfarrer Ingfried Woyke sie mit 60 Jahren 1989 in den Ruhestand verabschiedet hatte, blieb sie im Vorstand des Berufsverbandes für evangelische Erzieher und Sozialpädagogen. Bis an ihr Lebensende hatte sie ein offenes Herz für Kinder und Jugendliche. Deshalb war sie auch stets bereit, entsprechende Projekte zu unterstützen. Sie nahm an vielen Freizeiten der Kreuzkirchengemeinde teil, und -- solange es ihr gesundheitlich möglich war -- war sie im CVJM Lüdenscheid-West und im Frauenabendkreis der Christuskirchengemeinde aktiv.

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vom 30.06.2015