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Von trauer.de Redaktion (cs), Dachau
26.06.2008 um 20:27 Uhr von VRSIm Alter von 87 Jahren schloss Josef Dünnemeier für immer die Augen. Trauer und Bestürzung erfasste die Mendener nach der Todesnachricht, denn der Hönnestädter hatte das gesellschaftliche Leben in seiner Geburtsstadt über viele Jahrzehnte in zahlreichen Ehrenämtern verantwortlich mitgeprägt.
Der Bundesverdienstkreuzträger gehörte dem Rat der Stadt seit 1948 über 40 Jahre an, die Stadt machte den CDU-Politiker nach seinem Ausscheiden daraufhin 1989 zum Ehrenratsmitglied. Doch auch beim VdK war Josef Dünnemeier nicht nur Gründungsmitglied, sondern lange Jahre Vorsitzender und stete Ansprechperson. Er war mit seiner christlichen Grundhaltung, seinem Engagement für benachteiligte Personen, Witwen und Waisen für viele so etwas wie das soziale Gewissen der Stadt.
Über Jahrzehnte hinweg hatte sich der Verstorbene auch gewerkschaftlich organisiert. Nicht nur, dass er über viele Jahre als Betriebsratschef bei R & G Schmöle, einst größter Arbeitgeber in Menden, tätig war: Die IG Metall wählte den Mendener auch in den Bundesvorstand, dem er viele Jahre lang ebenfalls an verantwortlicher Stelle angehörte.
Ob CDU-Ratsherr, -Fraktionschef, Sprecher in zahlreichen Ausschüssen und Verbänden: Dünnemeier nutzte die ihm angeborene Gabe der freien Rede stets gerne und stellte sie in den Dienst seiner Mitmenschen.
Der Onkel von Bürgermeister Rudi Düppe gehörte vor zwanzig Jahren zum Gründungsmitglied der Mendener Seniorenkreise. Diese feiern bekanntlich stets am ersten August-Wochenende vereinsübergreifend ein großes Fest rund um das Rathaus. Hier hatte Dünnemeier bis vor zwei Jahren die Moderation inne, sollte in diesem Sommer besonders geehrt werden. Dazu übten viele Stimmen bereits seit Wochen ein besonderes Lied für den stets bescheidenen und ausgleichend auftretenden Mann ein.
Papst Johannes Paul II. ehrte ihn anlässlich seines 80. Lebensjahres mit dem Orden "pro ecclisia et pontivice", der höchsten Laienauszeichnung der katholischen Kirche für sein unermüdliches Wirken im Kirchenvorstand.